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Wie ich ohne Disziplin trotzdem alles erreiche

Text: Erfolgreich umsetzen auch ohne Disziplin - Darunter eine Frau die nach oben schaut, hinter ihrem Kopf sind dicke Muskeln eingezeichnet.

Wie ich auch ohne Disziplin alles erreiche

Disziplin funktioniert für mich nicht… wie ich trotzdem alles erreiche, was ich will.

 

Jedes Mal, wenn ich etwas mit Disziplin angehe, scheitere ich. Nicht weil ich faul oder undiszipliniert bin. Sondern weil ich nicht Kämpfen will.

 

Disziplin ist für mich immer ein Kampf gegen mich selbst. Etwas erzwingen, was (noch) nicht da ist. Das klappt bei mir nicht. Hat es noch nie. Auch in der Selbstständigkeit nicht.

 

Und doch schaffe ich immer alles, was ich mir in den Kopf gesetzt habe…

 

– Kaffee reduzieren

– weniger Zucker

– gesündere Ernährung

– mehr Bewegung

– weniger Alkohol

– Abnehmen

– regelmässig auf LinkedIn posten

– mehr im Garten machen

– produktiver Arbeiten

 

Nicht mit einem Fingerschnipsen, auch nicht von heute auf morgen, aber ich schaffe es ohne Kampf, ohne Verzicht.

Burger essen ist erlaubt. Ich verzichte auf nichts.

Mein Geheimnis

Ganz einfach: Verständnis

Gerne zeige ich dir das an meiner grössten Erfolgstory. Alkoholkonsum

Ich habe gelernt, hinzuhören, hinzusehen und die richtigen Fragen zu stellen.

Wann greife ich zu Bier – welche Situation löst das Verlangen aus?
Wieso greife ich zu Bier – welches Gefühl löst das Verlangen aus?

 

Jede Gewohnheit, jede Sucht, hat einen Hintergrund. Meist sind es Schutzmechanismen.

Meine Methode

Bei mir war es so, dass ich über viele Jahre hinweg, sobald ich nach der Arbeit zuhause war, Bier getrunken habe. Nicht um mich zu betäuben, sondern um zu entspannen, herunterzufahren. Klingt vielleicht doof, aber Hopfen hat nachweislich beruhigende Eigenschaften.

Am Anfang war es nur ein Bier, dann immer mehr. Jedes Mal, wenn ich mit Disziplin versucht hatte, Alkohol zu streichen, stand ich spätestens am nächsten Tag im Laden, um Bier zu kaufen.

Heute weiss ich, wieso es nicht geklappt hat. Ich war mit der Situation Grossraumbüro komplett überfordert, ich würde es sogar als Horror bezeichnen. Schon als Kind brauchte ich viel Ruhe um mich herum. Lärm, Hektik und viele Menschen an einem Ort haben mich schon immer aus der Bahn geworfen. Es hat mich gestresst. Diesen Stress, diese Überforderung und mein komplett überladenes Gehirn konnte ich mit Hilfe von Bier wieder etwas runterfahren. Das Rauschen lindern, welches den ganzen Tag in meinem Kopf vorherrschte.

Nachdem ich gekündigt hatte, standen andere Probleme im Vordergrund, die mich ebenfalls gestresst hatten. Alkohol wurde nicht weniger, im Gegenteil… Dadurch, dass ich selbstständig und zuhause arbeiten konnte, wurde es immer mehr, da ständig verfügbar…

Irgendwann meldete sich aber der Körper. Ich wusste ja, dass das nicht gesund ist, was ich mache. Ich wusste aber auch, dass ich etwas ändern muss.

Also habe ich mich zum ersten Mal bewusst gefragt, was der Auslöser ist, der mich zur Flasche greifen lässt. Je mehr ich aufgedeckt habe, umso weniger hatte ich Lust auf Bier. Am Schluss war es nur noch eine Routine. Als ich endlich meine eigentlichen Probleme aufgelöst hatte, legte sich ein Schalter um. Vom einen Tag auf den anderen, war Alkohol kein Thema mehr. Bier blieb im Laden. Ich trinke immer noch ab und zu Alkohol, aber ohne Risiko, in alte Muster zurückzufallen. Denn der Auslöser für die Sucht, ist beseitigt.

Meine Learnings und Erfolge

Ich esse kaum noch zuckerhaltige Lebensmittel/Genussmittel, und zwar ohne Verzicht, weil ich Zucker nicht mehr brauche.

Ich trinke viel weniger Kaffee, weil ich Pausen bewusster setze und mich nicht mehr mit Koffein pushen muss, um mich durchzuboxen.

Ich bewege mich automatisch mehr, weil ich mit mir im Reinen bin, dadurch mehr Energie habe, um wieder wie ein junges Rehkitz durch den Garten zu hüpfen… ok, mit 41 sieht es vielleicht nicht mehr ganz so elegant aus 😂

 

Ich ernähre mich gesünder, nicht weil ich Diät machen will, sondern weil ich verstanden habe, dass es meinem Körper guttut. Aber ohne Verzicht, ich esse auf was ich Lust habe. Wenn ich Lust auf einen Burger habe, esse ich diesen Burger. Der Körper sagt dir immer, was er braucht, aber auch was er nicht verträgt. Lernen, auf seinen Körper zu hören, ist dabei das wichtigste Learning.

 

Schöner Nebeneffekt: ich nehme automatisch und in einem gesunden Mass ab. Ohne Druck, ohne Stress, ohne Verzicht. Klar, ich habe stand heute 30 Kilo zu viel auf der Wage und ich habe ein Zielgewicht, dass ich erreichen möchte. Aber ich werde das Ziel-Gewicht auch langfristig halten können, weil bei mir der JoJo-Effekt ausbleibt. Eben weil ich auf nichts verzichten muss. Die ersten 5 Kilo sind schon runter und die restlichen 30 folgen automatisch.

 

Dasselbe mache ich auch im Business. Als Selbstständige fiel es mir lange schwer, an einer Aufgabe dranzubleiben und produktiv zu arbeiten. Mit dieser Methode habe ich herausgefunden, wieso ich mich ständig ablenken lasse und ich manchmal sieben offene Aufgaben gleichzeitig bearbeite (oder eben nicht).

Fazit und mein Rat an dich

Mein Rat an dich? Wenn du an dir etwas verändern möchtest, finde heraus was der Auslöser für das Verhalten ist. Arbeite an diesem Problem und der Rest folgt automatisch.

Wenn du merkst, dass die Probleme zu gross oder stark für dich sind, dann zögere nicht, dir Hilfe in Form eines Therapeuten zu suchen.

 

Wenn du dich in deiner Selbstständigkeit ebenfalls verbessern möchtest, findest du auf meiner Webseite spannende Angebote: https://monikatschudi-techart.com/

Auf LinkedIn schreibe ich ebenfalls über spannende Themen rund um die Selbständigkeit und über mich. Folge mir auf LinkedIn, um keine Beiträge zu verpassen: www.linkedin.com/in/monika-tschudi-07b104231

 

Deine Meinung zählt

Bist du persönlich eher diszipliniert oder geht es dir wie mir? 

Schreib es gerne in die Kommentare. 

Wenn du weitere hilfreiche Tipps hast, dann teile sie gerne mit uns. 

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